Herdenschutzhunde

Herdenschutzhunde

Info Centralasiatischer Owtscharka

Nachfolgend benutzen wir der Einfachheit halber nur noch das Kürzel CAO.

 

Die Erziehung des CAO darf nie mit Härte und Brutalität erfolgen.

Ein Asiat braucht klare Ansagen und Regeln, die aber nicht mit ,,Drill oder Härte“ durchgesetzt werden dürfen! Vielmehr erinnert die Erziehung eines Owtscharka an die Kindererziehung- liebevoll aber konsequent.

Der CAO ist ein Familienmitglied und kein Untergebener – so will er auch behandelt werden und  – er wird es Ihnen danken.

Aber es gibt feste Regeln und  „Dinge“ über die man reden kann.
Werden die Regeln eingehalten und respektiert lasse ich den Hunden viel Freiheit.

Ich wusste wie sie sind – und/aber jeder, der sich mit dem Gedanken trägt,  einen Hund dieser Rasse anzuschaffen, sollte sich sehr gut überlegen ob er mit der ,,Selbständigkeit” dieser Tiere  umgehen kann!

Ein Asiat  ist kein „normaler“ Hund, so wie wir ihn in Mitteleuropa kennen.

Ich habe einige Grundkommandos :

Nein!! Sitz!! Komm!!

Mehr will ich von meinen Hunden nicht! Dies trifft bei verschiedensten Hundebesitzern auf absolutes Unverständnis. Ich bekomme dann oft die schönsten Vorträge gehalten von Leuten die diese Rasse allenfalls aus Büchern kennen.
Natürlich kann ich einen CAO / CO bis zu einem gewissen Punkt so „ausbilden“ dass er alle gängigen Befehle ausführt. Nur zu welchem Preis? Warum dann einen CAO? Denn dafür sind diese Tiere einfach nicht „gemacht“.
Wer so etwas möchte soll sich aber bitte eine andere Rasse suchen!!

Diese Hunde wurden tausende Jahre eingesetzt da sie selbständig -ohne Ansage eines „Chefs“  – ihre Arbeit verrichteten. Absolute Selbständigkeit ist das was diese Hunde auszeichnet. Einige Jahrzehnte ,,FCI – Schönheitszucht,, können nicht so einfach Jahrtausende alte Merkmale verwischen.

Was bei unseren Infogesprächen auch öfters zu hören ist. : ,,Ich suche eine Herausforderung,,!!
Wenn die aber daraus besteht ein wunderbares ,ursprüngliches Wesen kaputt zu machen nur um zu beweisen dass die Rasse doch ,, normal ausbildbar,, ist, dann stimmt am anderen Ende der Leine etwas nicht und die Herausforderung sollte in etwas Anderem gesucht werden.

Einen liebevolleren Freund für sich und Ihre Familie können Sie nicht finden.

Besonderheiten dieser Rasse

Für ,,normale Hundebesitzer,, ist es so gut wie nicht vorstellbar dass Hunde nicht im sozialen Verband, einer sozialen Gruppe gehalten werde können. Das bei Asiaten manchmal nicht einmal die Kombination Rüde / Hündin funktioniert ist für sie unvorstellbar. Im Ursprungsgebiet können die Hunde, wenn sie denn sie zu mehreren an der Herde arbeiten, einander ausweichen.

Des weiteren sind mehrere Generationen in einem „Arbeitsverhältnis“ an der Herde und arbeiten zusammen. (Altersunterschied).
Dass Hündinnen oder Rüden sogar auf das andere Geschlecht aggressiv reagieren wenn das Tier nicht aus „ihrer Gruppe“ kommt, ist ein völlig normales Verhalten bei Centralasiaten.
Anders wäre die Bewachung der ihnen anvertrauten Herde nicht möglich gewesen.
Die Herden wurden / werden von Bären, Wölfen und wildernden Hunden bedroht.
Keine Hündin die „zur Wache“  eingeteilt ist ,kann und wird sich von einem fremden Rüden von ihrer Arbeit abbringen lassen.
Ebenso darf kein Rüde sich von einer Hündin so ablenken lassen dass er seine Aufgaben vergisst. So ist das auf den ersten Blick „untypische“ Verhalten zu erklären.
Einen CAO  als Zweithund -egal ob nun der Asiat oder der andere Hund als erster in der Familie war- zu halten, kann zu massiven Problemen führen, je nach Mentalität des Asiaten.
Die gleichgeschlechtliche Kombination Rüde/ Rüde – Hündin / Hündin wird so gut wie sicher nicht funktionieren!

Spezielles Verhalten von Hündinnen

“Spezielles Verhalten” habe ich bei unseren eigenen und fremden Hündinnen beobachtet. Dieses ist mir auch von Kennern der Rasse aus den Ursprungsländern bestätigt worden.

Hündinnen zeigen oft ein sehr scheues, fast ängstlich scheinendes Wesen.
Das äußert sich in Ausweichen, geduckter Haltung – es ist deutlich erkennbar dass sie sich nicht wohl fühlt. Die Hündin möchte der Situation entkommen. Wenn der  für sie nötige Individualabstand wieder hergestellt ist, wird sich ihr Verhalten umgehend ändern.
Das oben genannte Verhalten bei Asiatenhündinnen, die auf Ausstellungen gezeigt werden, verzerrt leider das wirkliche Bild dieser hübschen Tiere.
Das „Häuflein Unglück“, das eben noch durch den Ring geschlichen ist und ausgesehen hat als ginge es zu seiner eigenen Hinrichtung, verwandelt sich innerhalb von Sekunden in einen stolzen, vor Kraft strotzenden Hund, wenn es sich wohl fühlt.

Übersprungshandlungen

Diese sind speziell bei CAO’s zu beobachten.

Oft zeigen sichÜbersprungshandlungen bei CAO’s,  indem der (meist) Rüde seine Aggression am nächstbesten Hund auslässt.
Dieser muss nun ausbaden, dass der ,,Chef,, nicht den erwischen kann auf den er es eigentlich abgesehen hat,dieser stürzt sich dann auf den nächstbesten den er erwischt.
Ganz egal ob das seine ,,Freundin,, ist mit der er einen Augenblick vorher noch gespielt hat.

Anatomie

Asiaten sind in der Wirbelsäule extrem beweglich.
Was bei Beobachtung der Hunde dem Betrachter manchmal die Haare zu Berge stehen lässt ist für diese Rasse ganz normal. Es erklärt sich durch die Kampftechnik die ein Asiat beispielsweise bei einem Wolf oder anderen Hund einsetzt. Diese unterscheidet sich in einigen sehr wichtigen Punkten gegenüber der Kampftechnik anderer Herdenschutzhunde, wie beispielsweise dem Kangal oder Kaukasen. Grundvorraussetzung ist die extreme Beweglichkeit des Rückens die dies erst möglich macht.

(Quelle:baical.de)