Auslandstierschutz

Auslandstierschutz

Es ist sinnfrei und unverantwortlich Unmengen an Herdenschutzhunden von überall nach Österreich, Deutschland, Schweiz zu karren mit dem vermeintlichen Hintergrund diese „gerettet“ zu haben! Es ist KEINE Indikation einen Wurf von Welpen einem Bauern aus Rumänien/ Kirgistan oder Timbuktu „freizukaufen“ und dann auch noch glauben man hätte etwas Gutes getan! Es ist nicht nötig Hundewelpen die auf der Strasse geboren wurden und bei denen schon die Eltern und Großeltern Straßentiere sind deren Elterntiere zu entreissen um sie hier her zu schleppen und sie dann in irgend ein Tierheim zu stecken in der Hoffnung dass sie von irgendwem adoptiert werden!

Gut das Leben auf der Straße ist sicher hart, und ja, die Hunde haben dann vielleicht auch keine Lebenserwartung von 15 Jahren – ja viele sterben, ja viele verrecken auf grausamste Art weil es keine medizinische Versorgung gibt. Aber man kann sie auch hier nicht alle retten – denn viele verrecken dann eben bei uns in einem Zwinger, allein in irgendeinem Tierheim… und das Leiden und vegetieren dieser ungewollten und unvermittelbaren Hunde wird dann auch noch hinausgezögert… 5 oder 10 oder noch mehr Jahre wegen unserer tollen medizinischen Möglichkeiten…

Es ist KEIN Tierschutz Herdenschutzhunde von Hirten und Schäfern wegzuholen nur weil unser westliches Mitleidsdenken so quer ist, und man glaubt jeder Hund brauche ein warmes kuscheliges Plätzchen und super süße Halsbänder, Leinen, und hochwertiges Futter mit 1000 Zusatzstoffen. Diesen Hunden ist es 1000 mal lieber wenn sie einfach mit der Herde Leben. Auch wenn sie nur Reste oder Mehlpampe zu fressen bekommen. Aber sie haben eine Aufgabe und sind frei und können sich um IHRE Schützlinge kümmern. FREI ohne Leinenzwang, ohne eingesperrt zu werden und vor allem OHNE diese Erwartungshaltung der ach so tollen Tierschützer die dann meinen sie müssten sie stubenrein, leinenführig, sozialisiert, mit allem verträglich, kinderlieb und offen zu jedem fremden Menschen machen …
Das ist absolut gegen ihre Natur!!
Diese Hunde haben eben eine angeborene Schärfe, diese Hunde wollen wachen, sie wollen bellen und vor allem wollen sie ihre eigenen Entscheidungen treffen dürfen!

WARUM frage ich euch ist es manchen so wichtig immer wieder irgendwelche EXOTEN   ( und da gehts jetzt nicht nur um Herdenschutzhunde sondern auch um Reptilien, Pflanzen, Früchte, usw. ) einzuschleppen, ohne nur die geringste Möglichkeit zu haben diese auch adäquat zu versorgen und ihnen den Lebensraum bieten zu können den sie brauchen. Was genau fehlt euch ?
Mir wird schlecht wenn ich Sätze höre wie: „Aber dieser Herdi hat mir direkt in die Seele geblickt“ – Ja… das kann jeder andere Hund auch und sogar jeder Hamster wenn du es nur zulässt und ein bisschen reflektierter wärst…
Oder: „Die haben ihnen die Ohren abgeschnitten die mussten wir retten“ – Ja… übers kupieren kann man diskutieren – aber du holst sie und kastrierst sie gleich mal vorsorglich, weil Eier abschneiden is ok?
„Die Hirten sind so wenig tierfreundlich die behandeln sie so gemein“ – Ja… zwischen Hirten, Schafen und Herdenschutzhunden geht es oft rauer zu – ist wie es ist. Deswegen sind HSH an der Herde und keine Pudel.

So ein falsch verstandener Tierschutz ist kein keine Hilfe – ganz im Gegenteil. Und sollte dann einmal etwas passieren wird die Schuld immer beim Hunde gesucht….

Auslangstierschutz oder gefährliches Mitleid

Das Geschäft blüht!

Pro

Hunde sind kein höheres Risiko Krankheiten und Infektionen einzuschleppen als Menschen – im Gegenteil

und Contra?

Aufklärung und Panikmache. Das leidige Spiel mit emotionaler Erpressung: „Wird getötet“, „steht auf Todesliste“, …

Propagieren mit Schockvideos, Qualbilder in den sozialen Medien

Spürbare Verbesserungen der Verhältnisse im AUSLAND  können nur durch vor Ort tätige Organisationen und durch Umdenken in der Bevölkerung bewirkt werden.

In Tierheimen bei uns sitzen schon zu viele Tiere, zusätzlich kommen dann noch die „Problemfälle“ (Sondermüll)  aus dem Ausland hinzu.
Durch den Import von Tieren nach AT/DE/CH ändert sich nichts  in den Ursprungsländern. Es werden extra für AT/DE/CH „Tierschutzhunde“ produziert.
Es ist oft ein schmutziges Geschäft mit dem Mitleid der Österreicher/Deutschen/Schweizer. Es werden HSH importiert, die für die AT/DE/CH-Lebensumstände nicht geeignet sind. Man bekommt keinen dankbaren Hund… Wir Menschen vermenschlichen Hunde und auferlegen ihnen Emotionen die sie nicht empfinden

Dankbarkeit…

Viele Tierschützer aus dem Ausland waren mit viel Herzblut dabei ohne selbst zu erkennen wann Schutz zum Zwang wird. Kompensation von eigener Problematik

Wir nehmen KEINE HSH aus dem Ausland ohne vorab einen Fixplatz für den Auslandshund zu haben. Wir haben einen „Worst Case Plan“ und immer einen Notplatz frei sollte etwas unvorhergesehenes eintreten ( Besitzer erkrankt/stirbt udgl. ) Wir unterstützen den Fixplatz nachhaltig, und stehen mit Rat und Tat zur Seite. Wir übernehmen Auslands-HSH ausschließlich dann, wenn sie sich bereits einige Zeit  auf Endplatz in AT/DE/CH befinden und die Probleme dort nicht mehr tragbar sind, und Hilfe vom vermittelnden Verein nicht zu erwarten ist

Hier ist eine Geschichte von Auslandstierschutz wie sie das Leben schreibt! Wurde mir zugeschickt von einer Betroffenen:

Herdenschutzhunde aus dem Auslandstierschutz……Fluch oder Segen  ?!

Sissy Lippitz hat mich dazu bewogen Revue passieren zu lassen, über die letzten Jahre unserer Tierschutzarbeit und damit eventuell den einen oder anderen zum Umdenken oder zumindest genauen Nachdenken anzuregen, ehe ein Herdenschutzhund ins Haus kommt. Kurz zu uns, mein Mann 49 Jahre, unser inzwischen erwachsener Sohn von 23 Jahren und ich 48 Jahre widmen seit nunmehr 16 Jahren unsere  Zeit dem Tierschutz. Angefangen hat es harmlos mit einem kleinen unkomplizierten Welpen als Pflegehund aus Griechenland. Nach und nach folgten Hund 2 , 3 …… . usw, wir haben aufgehört zu zählen. Die Aufgaben wuchsen mit der Zeit, man wählte gezielt Problemhunde, die durch eine gute Resozialisierung bei uns, eine neue Chance erhielten.

Leider stellten wir in der Zeit auch fest, das einige Orgas (heute wissen wir, dass es leider sehr, sehr viele sind) in Ihrer Vermittlungsarbeit nicht genügend Wissen und vor allem Verantwortungsbewusstsein an den Tag legen. Daher blieben in der Zeit einige Hunde für immer bei uns, da wir es nicht verantworten konnten, in welche unerfahrenen Stellen sie auf Wunsch mancher Orga gerne vermittelt worden wären.

Wir blickten mittlerweile auf 20 Jahre Hundeerfahrung zurück, mit stolz konnten wir sagen, an die 40-50 Hunde waren zu der Zeit bei uns auf Pflege gewesen und lebten nun in ihren eigenen Familien Der eine mehr, der andere weniger schwierig, aber alle in tolle Familien vermittelt.

Dann aber kam der Tag X. der unsere Einstellung zum Auslandstierschutz und unsere weitere Tierschutzarbeit völlig veränderte.

Einige Monate zuvor gingen 2 Welpen durch den Tierschutzverteiler. Schäferhund-Labbimischlinge sollten es sein. Auf den Bildern damals vielleicht gerade 6 Wochen und super putzig. Als man uns um Hilfe bat, waren sie geschätzte 10 Monate, neue aktuelle Bilder gab es nicht.   Wir  hatten zu der Zeit Platz, da neben unseren 4 eigenen Hunden nur 2 Pflegehunde  bei uns lebten, also sollten sie kommen. Locker flockig wie immer, fuhr ich zur Übergabe. Beim Anblick der Hunde traf mich dann fast der Schlag. In den Transportboxen blickten mich jeweils 2 sehr übel gelaunte Kangal- vermutlich griechischer Schäferhund mit drin  an , die zudem sediert waren (anders hätte man die auch nicht in die Boxen bekommen) und die mir beim ersten Treffen schon sehr unmissverständlich zu verstehen gaben, das sie mich äusserst kacke finden.

Für uns begann mit diesem Tag die Liebe zu den Herdenschutzhunden, auch wenn die nächsten Wochen sehr anstrengend waren. Es fand ein komplettes Umdenken statt, alles was man bis dato dachte zu wissen und zu können, wurde durch diese Hunde revidiert. Ich möchte an dieser Stelle nicht weiter darauf eingehen, was in den nächsten Wochen alles abging, na vielleicht das ich gefühlte 100 x gesagt habe, solche Hunde kommen mir nie mehr ins Haus. Das Ganze war vor 9 Jahren, natürlich ist dem heute nicht mehr so, sie haben wie gesagt unsere Liebe zu diesen besonderen Hunden geweckt und einer der Beiden lebt auch heute noch bei uns, aber sie haben uns aufmerksam auf ein leider sehr grosses Manko im Auslandstierschutz gemacht.

Viel zu oft werden unwissend Herdenschutzhunde in leider total verkehrte Stellen vermittelt. Viele dieser Fehlvermittlungen fanden in den letzten Jahren ihren Weg zu uns, oder wir begleiteten aktiv Familien, Hund und Halter auf den richtigen Weg zu bringen.

Haupthilferuf  Nummer 1 am Telefon „  Wir können nicht mehr aus den Zimmern raus, ohne das der Hund knurrt und beißen will“  In der Regel sind das angebliche problemlose Mischlinge, bei unseren besuchen dann, treffen wir zu 90 % auf Herdenschutzhunde und ihre Mischlinge. Warum wir  und nicht die vermittelnde Orga ?! Zum einen, weil die meisten gar nicht wissen was sie da vermittelt haben und erst selber rum doktern bis sie plötzlich nicht mehr zuständig sind, keine geeigneten Pflegestellen für solche Hunde haben, oder einfach nur raus karren. Viele Vermittler solcher Orgas haben nicht den Hauch einer Ahnung wie Herdenschutzhunde ticken, geschweige denn mit solchen gelebt.

Da werden Hunde nach Deutschland gekarrt in unwissende und völlig überforderte Stellen und nach ihnen die Sinnflut, es gibt ja mittlerweile genügend Deppen (so wie wir) die es richten. Die Tierheime füllen sich immer mehr mit Herdenschutzhunden, es gibt kaum noch passende freie Pflegestellen. Es ist mittlerweile erschreckend zu lesen, wie viele von ihnen falsch vermittelt werden.

Es mag den einen oder anderen auch zum lachen bringen wenn er hört, das da so ein kleiner Scheisser von gerade mal 8 Monaten seine Familie voll im Griff hat und die Weltherrschaft übernommen hat. Wir können das aus der Erfahrung nicht mehr, denn das ist meistens der Anfang vom Ende und Resultat für den Hund das Tierheim.

Ich hoffe das diese Seite hier neben der Aufklärung und Hilfe auch zum genauen hinschauen und nachdenken anregt.